Innovations­preis der Zuliefer­industrie Beton­bau­teile 2016

Ausgezeichnet werden beispielhafte Produkte und Dienstleistungen, die den Herstellern von Betonbauteilen Vorteile im Wettbewerb um rationelles, kostengünstiges und individuelles Bauen bieten.

Unsere diesjährigen Gewinner

Hubert Rapperstorfer, Rapperstorfer Automation,
Dr. Ulrich Lotz, FBF Betondienst GmbH und
Christian Jahn, BFT International

Die Rapperstorfer Automation GmbH aus Österreich

Rapperstorfer Korbwand überzeugt die Jury

Gewinner in der Kategorie Maschinen- und Anlagetechnik ist die Rapperstorfer Automation GmbH aus Österreich. Sie erhielt den Preis für die Entwicklung einer Produktionsanlage zur vollautomatischen Konstruktion von Stahlkörben für Betonelemente.

Beim System Rapperstorfer Korbwand® werden zwei dünne Betonwände vorproduziert. Die Verbindung dieser Wände erfolgt mit Stäben aus Bewehrungsstahl, die mit dem neuen System vollautomatisch angebracht werden. Das Wandsystem wird dann fertig zum Ausbetonieren an die Baustelle geliefert. Die Stahlkörbe aus dem Rapperstorfer System sind für jede Art von Betonwänden geeignet und können eine Fläche von bis zu zehn mal drei Metern haben. Durch diese innovative Fertigungsmethode wird der Produktionsprozess im Fertigteilwerk vereinfacht, die Qualität wegen geringer Fehleranfälligkeit gesteigert und der Materialverbrauch sowie Stahlabfall wesentlich reduziert.

Dr. Ulrich Lotz, FBF Betondienst GmbH,
Dr. Christian Kulas, solidian GmbH und
Christian Jahn, BFT International

Die solidian GmbH in Albstadt

Die solidan GmbH erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Bewehrungs / Befestigungstechnik. Das Unternehmen hat eine Brückenkonstruktion entwickelt, bei der eine Carbonbewehrung eingesetzt wird. Durch diese können Betondeckungen mit nur 15 mm bzw. 25 mm ausgeführt werden. Dies hat Bauteildicken von 70 mm bzw. 90 mm zur Folge. Im Gegensatz zu einer vergleichbaren Stahlbetonkonstruktion kann das Gewicht um mehr als 50 % reduziert werden und beträgt bei einer Spannweite von 15 m nur 14 t.

Martin Möllmann und Thomas Deuse, Dyckerhoff GmbH,
Dr. Ulrich Lotz, FBF Betondienst GmbH und
Christian Jahn, BFT International

Die Dyckerhoff GmbH in Wiesbaden

Mit Hilfe spezialbehandelter Gesteinskörnungen hat sie einen neuen Beton mit einem bemerkenswert hohen E-Modul (Elastizitätsmodul) von über 80.000 N/mm² entwickelt. Der sog. Nanodur-Beton E80 ist verformungsstabiler und steifer als Aluminium mit einem E-Modul von rund 70.000 N/mm² bzw. MPa. Dadurch lassen sich Verformungen in Betonbauwerken deutlich reduzieren, und die Lastumlagerungen bei Verbundkonstruktionen besser steuern.